Vordach-Lexikon – Fachwissen rund um Glas, Edelstahl und Überdachungen von VoMo

Wer ein Vordach montieren lassen will, trifft auf eine Reihe technischer Begriffe. Wir erklären die wichtigsten Fachausdrücke verständlich. Von VSG-Sicherheitsglas über freitragende Konstruktionen bis zur Maßanfertigung. So verstehen Sie genau, was an Ihrem Eingangsbereich verbaut wird. Wissen schafft Vertrauen. Das ist der Grundgedanke dieser Seite.
Materialkunde: Was den Unterschied zwischen Edelstahl, Aluminium und Glas ausmacht
Ein Vordach hält nur so lange, wie die verwendeten Materialien der Witterung standhalten. Wir verarbeiten elektropolierten Edelstahl, bruchsicheres Glas und manchmal Aluminium für Unterkonstruktionen. Jeder Werkstoff hat spezifische Eigenschaften. Diese bestimmen Lebensdauer und Pflegeaufwand.
Edelstahl ist der Standard für Trägerprofile. Der Stahl wird elektropoliert. Das bedeutet: Die Oberfläche wird chemisch geglättet. Dadurch entsteht eine unsichtbare Schicht. Sie blockiert Rost. Wir geben 10 Jahre Garantie gegen Durchrostung. Aluminium hingegen ist leichter. Es eignet sich für Bauteile, die keine Last tragen. Als Hauptstützen setzen wir es nicht ein. Stahl hält mehr aus.
Glas ist die Decke des Vordachs. Wir nutzen VSG-Sicherheitsglas. VSG steht für Verbund-Sicherheitsglas. Es besteht aus zwei Scheiben. Dazwischen liegt eine reißfeste Folie. Zerspringt das Glas, bleiben die Splitter an der Folie hängen. Niemand wird verletzt. Das nennt man stoßgedämmt. Normales Glas verwenden wir niemals.
Wie funktioniert ein freitragendes Vordach ohne sichtbare Stützen?
Freitragende Konstruktionen kommen ohne seitliche Stützen aus. Sie halten nur an der Hauswand. Das Prinzip basiert auf massiven Schwertträgern. Diese Träger werden tief in der Fassade verankert. Wir arbeiten mit geprüften Spezialdübeln. Sie verteilen die Last in das Mauerwerk. So bleibt der Bereich unter der Überdachung komplett frei.
Die Optik wirkt schwebend. Das Glas scheint in der Luft zu hängen. Tatsächlich tragen die Schwertträger das Gewicht. Sie stecken als schmale Profile direkt unter der Decke. Für die statische Berechnung sind Windlasten entscheidend. Unsere Konstruktionen halten Windlasten bis 100 kg/m² stand. Das entspricht starken Stürmen. Wer uns kontaktiert, erhält die genaue Belastungsberechnung für sein Projekt.
Konstruktionsarten: Vordach mit Schwertträgern oder Rohrträgern
Die Trägerart bestimmt Optik und Statik der Überdachung. Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen massiven Schwertträgern und filigranen Rohrträgern. Beide Varianten haben klare Einsatzgebiete. Die Wahl hängt von der Fassade und dem gewünschten Design ab.
Schwertträger sind flache, breite Stahlprofile. Sie erinnern an eine Schwertklinge. Sie werden direkt an die Wand gedübelt. Diese Bauweise erlaubt große Auskragungen. Das bedeutet: Das Glas ragt weit nach vorne. Schwertträger sind die Basis für freitragende Vordächer. Sie sind massiv und belastbar.
Rohrträger bestehen aus runden Edelstahlrohren. Sie wirken filigraner und leichter. Oft werden sie nach vorne abgestützt. Sie eignen sich für Eingänge, wo eine Abstützung möglich ist. Die Montage ist etwas klassischer. Rohrträger passen zu traditioneller Architektur. Sie bieten eine klare, sichtbare Stützfunktion.
Welche Maße sind für eine Haustür-Überdachung zulässig?
Die Maße eines Vordachs richten sich nach der Breite der Haustür und der Tiefe des Eingangsbereichs. Wir fertigen jede Überdachung als exakte Maßanfertigung. Standardmaße gibt es bei uns nicht. Die Breite sollte die Tür seitlich um einige Zentimeter überragen. So tropft der Regen nicht an den Rändern vorbei. Die Tiefe bestimmt den Schutzradius.
Zu tief darf das Glas nicht sein. Ein freitragendes Vordach hat Grenzen. Die Statik muss stimmen. Wir berechnen die Maße am Computer. Dabei fließen Wandstärke und Glasgewicht ein. Eine Überdachung von 150 cm Breite und 90 cm Tiefe ist ein typisches Maß. Größere Ausführungen realisieren wir mit zusätzlichen Stützen oder verstärkten Profilen.
Sonderfunktionen: LED-Beleuchtung, Heizung und Regenrinne
Ein Vordach kann mehr, als nur Regen abhalten. Wir integrieren verschiedene Extras in die Konstruktion. Dazu gehören LED-Beleuchtung, beheizbare Glasoberflächen und unsichtbare Haltepunkte. Diese Funktionen erhöhen den Komfort deutlich.
LED-Leuchten werden in die Trägerprofile eingelassen. Das Kabel verläuft unsichtbar im Profil. Sie leuchten den Eingang bei Dunkelheit aus. Das erhöht die Sicherheit. Eine Glasheizung verhindert Eisbildung im Winter. Eine Folie unter dem Glas erwärmt die Oberfläche leicht. Schnee schmilzt, Eis gibt es nicht.
Eine Regenrinne leitet Wasser gezielt ab. Sie besteht aus Edelstahl. Das Wasser tropft nicht unkontrolliert vom Glasrand. Es fließt in die Rinne und dann durch ein Fallrohr nach unten. Unsichtbare Haltepunkte sind kleine Glasklötzer. Sie halten das Glas fest. Von unten sieht man sie kaum. Das Glas wirkt schwebend.
Was bedeutet Panzerglas und wann dient ein Vordach als Sichtschutz?
Im Alltag tauchen oft Begriffe auf, die für Verwirrung sorgen. Panzerglas und Sichtschutz sind zwei davon. Panzerglas ist ein Synonym für Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). ESG ist hart und splittert in kleine Krümel. Wir nutzen für Vordächer aber VSG. VSG besteht aus zwei ESG-Scheiben plus Folie. Es ist sicherer.
Eine Überdachung dient primär dem Wetterschutz. Sie schützt vor Regen und Schnee. Manchmal nutzen Bauherren das Glas auch als Sichtschutz. Mit einer leicht getönten Scheibe bleibt der Nachbarblick von der Straße draußen. Das Glas ist dann nicht volltransparent. Es wirkt milchig oder grau. So schirmen Sie den Eingangsbereich ein. Mehr Privatsphäre direkt an der Haustür.
